Als Kind war ich ausgesprochen phantasievoll. Tatsächlich befand ich mich teilweise in einer Parallelwelt wie sie in „Die geheime Sprache der Kinder“ beschrieben wird. Rückblickend habe ich mich oft gewundert, wie intensiv und real ich meine Phantasiereisen erlebt habe. 

 

Der Ausdruck im Malen wurde erst in der Jugend stärker. Als Kind liebte ich Rollenspiele und meine ganz große Leidenschaft galt dem Tanz. Es kam dann doch ein bisschen anders ... zuerst eine kaufmännische Ausbildung zum Ausgleich etwas Sport. Erst nach der Matura dann der erste Schritt in die kreative Richtung, die Ausbildung zur Werbegrafikerin, Fortbildungen und danach auch Aufträge als Kalligrafin.

 

Mit meinem späteren Mann ging ich für fünf Jahre nach München. Es war eine sehr kreative Zeit in der ich auch das erste Mal mit dem Töpfern in Berührung kam. Dieses Material faszinierte mich sofort und tut es bis heute.

Die Geburt unserer drei Kinder leitete dann eine ganz neue Phase in meinem Leben ein und ich wurde eine begeisterte Mutter, auch das bin ich bis heute…

 

Mit 40 Jahren dann eine große Weichenstellung. Trennung, Sinnsuche, mühevoller Neubeginn. Es begann meine Selbsttherapie in Form einer Ausbildung zur Mal- und Gestaltungstherapeutin, das war mir damals noch nicht bewusst. Es folgten viele Jahre der Ausbildung, die auf der analytischen Psychologie von C. G. Jung basierte. Diese Auseinandersetzung mit persönlichen Lebensthemen hat mein Leben ungemein bereichert.

 

Die Beschäftigung mit dem Unbewussten, die symbolische Sprache, die Umsetzung in kreative Ausdrucksformen ist ein sehr erfüllender Prozess, aber es ist erst der Beginn. Es geht um das bewusst machen dieser Inhalte um das Erkennen unserer Schattenseiten und deren Integration. Das lässt uns wachsen und zu unserer ureigensten Persönlichkeit finden. Wir werden liebevoller im Umgang mit uns selbst und auch mit anderen. Eine Herausforderung die wohl nie endet und dem Leben einen tiefen Sinn gibt.