„Kein Kind würde sich je die Kompetenz absprechen lassen, sich selber in seinem Malen ausdrücken zu können. Es malt aus der fraglosen Gewissheit heraus, malen zu können.“

(Prof. Dr. Dr. Ingrid Riedel)

Tatsächlich ist die Einstellung: „Ich kann nicht malen!“  für Erwachsene sehr oft die erste Hürde sich mit der Maltherapie zu beschäftigen. Wie befreiend zu erleben, dass es überhaupt keiner Voraussetzungen bedarf! Ganz im Gegenteil, je unkomplizierter und spielerischer wir uns diesem Thema nähern, desto leichter kommen wir mit unserer unbewussten Seite in Kontakt und ganz genau das ist das Ziel.

 

Wir wollen unseren inneren Prozessen Ausdruck verleihen um uns unserer Potentiale und Ressourcen aber vorallem auch unserer Schattenseiten bewusst zu werden. Das sind jene Anteile, die wir durch Anpassung an unsere jeweiligen Familienstrukturen in der Kindheit unterdrücken mussten.

 

Damit wird es auch möglich, neue Wege für unser Handeln zu entwickeln um mit Konflikt-, Krisen- und Problemsituationen besser umzugehen.

 

C. G. Jung nennt die Entwicklung zur Ganzheit, zur zunehmenden Bewusstheit, den Individuationsprozess. Als Symbol dieses Wachstums wird in der Maltherapie u. a. der Baum verwendet.


Wie verläuft nun ein maltherapeutischer Prozess: 

Innere Bilder zeigen sich auf vielfältige Weise. Uns allen vertraut sind die Träume in der Nacht, sowie Tagträume. Es können auch spontane Einfälle sein, die ausgedrückt werden möchten. In einer symbolhaften Sprache teilt sich uns hier das Unbewusste mit.

Man kann diesen Vorgang in der Maltherapie aber auch gezielt herbeiführen u. a. durch Phantasiereisen, aktive Imagination oder Märchenarbeit.

 

In der Folge kommt es zur Bildgestaltung, und – ganz wesentlich, zur anschließenden Bildbesprechung, die es uns nun ermöglicht unbewusste Inhalte bewusst zu machen.

Damit ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg unseres Individuationsprozesses getan.